Fachbereiche
 
Chirurgie
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Kehlkopfchirurgie
 
Kehlkopfpfeifer OP – (Laryngoplastik nach Marks mit Stimmtaschen- und Stimmbandentfernung)
Eine Fehlfunktion des Stellknorpels im Kehlkopf kann aufgrund einer Muskelatrophie (Muskelschwund) zu unerwünschten Geräuschen beim Einatmen („Roaring“) mit gleichzeitiger Leistungsinsuffizienz führen. Die Muskelrückbildung entsteht sekundär durch Schädigungen am versorgenden Nerv und tritt vorwiegend links- und in selteneren Fällen auch rechtsseitig auf. Um für den erschlafften Muskel zu kompensieren und eine adäquate Öffnung des Atemweges zu gewährleisten, wird in unserer Klinik eine operative Versorgung durchgeführt. Die Diagnose kann entweder mittels Standardendoskopie im Stehen oder auch mittels Videoendoskopie unter reiterlicher Belastung und Bluetooth-Übertragung gestellt werden. Auch versteckte Befunde, wie unklare Atemgeräusche, können Vorboten erster mechanischer Atemwegsveränderungen sein.

Verlagerung des Gaumensegels (DDSP) – Staphyl-/Myektomie, Tie-Forward, Transendokopische Laserchirurgie
Eine Verlagerung des weichen Gaumensegels äußert sich klinisch in einem typischen Geräusch beim Ausatmen während der Belastung. Diese Verlagerung („Displacement“) kann intermittierend oder permanent sein und führt durch partiellen Verschluss der Atemwege zur Leistungsinsuffizienz. Daher ist eine operative Versorgung erforderlich. Die Diagnose kann entweder mittels Standardendoskopie im Stehen oder auch mittels Videoendoskopie unter reiterlicher Belastung und Bluetooth-Übertragung gestellt werden. Auch versteckte Befunde wie unklare Atemgeräusche können Vorboten erster mechanischer Atemwegsveränderungen sein.

Epiglottic Entrapment – Resektion der Plica aryepiglottica
Die Epiglottis (Kehldeckel) kann sich in überschüssiger Plica aryepiglottica verfangen („Entrapment“) und ist häufig permanent. Dies resultiert in einem typischen Atemgeräusch bzw. Leistungsabfall während der Arbeit sowie Husten oder Nasenausfluss und erfordert eine chirurgische Versorgung. Die Diagnose kann entweder mittels Standardendoskopie im Stehen oder auch mittels Videoendoskopie unter reiterlicher Belastung und Bluetooth-Übertragung gestellt werden. Auch versteckte Befunde wie unklare Atemgeräusche können Vorboten erster mechanischer Atemwegsveränderungen sein.


Entzündungen und Granulome des Stellknorpels – Arytenoidektomie
Veränderungen am Stellknorpel des Kehlkopfes können zu einer Leistungsbeeinträchtigung führen und wird bei erfolgloser, konservativer Therapie chirurgisch korrigiert. Die Diagnose können wir entweder mittels Standardendoskopie im Stehen oder auch mittels Videoendoskopie unter reiterlicher Belastung und Bluetooth-Übertragung stellen. Auch versteckte Befunde wie unklare Atemgeräusche können Vorboten erster mechanischer Atemwegsveränderungen sein.


Subepiglottiszysten - minimal-invasive Laserentfernung
Subepiglottale Zysten können sich im Rachenraum bilden, den Kehldeckel verschieben und damit die oberen Atemwege verschliessen. Diese Zysten führen zur Leistungsinsuffizienz und müssen daher chirurgisch entfernt werden. Je nach Grösse der Umfangsvermehrung führen wir dies minimal-invasiv mittels Laser transnasal, transoral oder über eine Laryngotomie durch.
 




„Kopper“-Operationen – Myektomien / Neurektomien
Das „Koppen“ ist eine beim Pferd beobachtete Stereotypie, bei welchem durch Anspannen der Halsmuskulatur Luft in die Speiseröhre eingesaugt wird (Aerophagie). Klinisch äußert sich das Koppen in einem typischen „Kopper-Geräusch“ sowie in einer Hypertrophie (verstärkten Ausbildung) der oberen Halsmuskulatur. Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass Aerophagie mit bestimmten Formen der Kolik signifikant assoziiert ist. Daher kann es ratsam sein, eine operative Behandlung vorzunehmen, begleitend zu einer Umstellung und vermehrten Beschäftigung des Pferdes.

Zungenbeinveränderungen – Partielle Stylohyoid- bzw. Ceratohyoidektomie
Zungenbeinerkrankungen können sekundär zu anderen Veränderungen entstehen und neurologische Symptome hervorrufen.  Beispielsweise kann eine Mittelohrentzündung zur Arthrose bzw. Fusion (Versteifung) des Temporohyoidgelenkes (Zungenbeingrundgelenkes) mit Schädigungen von Kopfnerven führen, die sich klinisch in Kopfschiefhaltung, Ataxie (neurologischer Schwäche), Augenlidlähmung und reduziertem Tränenproduktion äußern kann. Bei erfolgloser konservativer Therapie (Ruhe, systemische Gabe von Entzündungshemmern) kann eine operative Korrektur notwendig werden.