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Minimalinvasive Chirurgie
 
 Arthroskopie, Tenoskopie und Bursoskopie

Eine diagnostische und therapeutische Spiegelung von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeutel mittels spezieller Optiken unterschiedlicher Größe und Länge kann erforderlich sein, um z.B. knöcherne Gelenksfragmente zu entfernen oder Verklebungen zu lösen. Bei dieser minimalinvasiven Technik wird die synoviale Struktur mittels Gas zur Inspektion erweitert und nach dem Eingriff gespült. Durch die schonenden Zugänge muss das Gelenk nicht eröffnet werden und ermöglicht daher kürzere Rekonvaleszenzzeiten.   Folgende Gelenke können arthroskopisch in unserer Klinik untersucht werden: Huf-, Kron-, Fessel-, Karpal-, Ellenbogen-, Schulter-, Kiefer-, Tarsal-, Knie- sowie das Hüftgelenk. Desweiteren ist es möglich, die Schleimbeutel der Hufrolle, des Sprunggelenkes, des Oberarmes sowie die Sehnenscheiden am Fessel- und Sprunggelenk minimalinvasiv zu untersuchen und zu therapieren. Extra dünne und verschieden lange Optiken ermöglichen den optimalen Zugang mit dem geringstmögliche Trauma.

Laparoskopie – Bauchhöhlenspiegelung
Ähnlich der Arthroskopie, wird bei der Laparoskopie die Bauchhöhle mit Gas erweitert, um eine Untersuchung bzw. chirurgische Behandlung zu ermöglichen. Die Laparoskopie erfolgt, abhängig vom Eingriff, stehend in Sedation oder unter Vollnarkose. Für den Patienten ermöglicht diese schonende Operationsmethode eine sehr kurze Rekonvaleszenzzeit sowie für uns Chirurgen die optimale Darstellung aller Strukturen. Folgende Operationen werden an der Pferdeklinik Aschheim laparoskopisch durchgeführt:
Verschluss des Milz-Nieren-Raumes, Ovariektomie, Ovariohysterektomie und Kryptektomie sowie diagnostische Explorationen und Biopsien.

 
Laparoskopie – Verschluss des Milz-Nieren-Raumes 
Koliken treten bei Pferden aufgrund von Darmverlagerungen häufiger auf. Unter Anderem kann sich der Dickdarm zwischen der Milz und der linken Niere verfangen, abgeklemmt werden und dann zu schweren Koliken führen. Allgemein spricht man von einer sogenannten "Milz-Nieren-Band-Verlagerung". Um eine erneutes Verfangen zu verhindern, wird in der Pferdeklinik Aschheim dieser Spalt routinemäßig minimalinvasiv-laparoskopisch verschlossen.



Laparoskopie - Kryptektomie
Viele Hengste werden routinemässig kastriert. Manchmal steigen die Hoden jedoch nur unvollständig ab und verbleiben in der Bauchhöhle. Man spricht dann von Kryptorchiden bzw. Spitzhengsten. Über normale Kastrationsmethoden sind solche Hoden dann oftmals schlecht erreichbar. Daher entfernen wir diese Hoden laparoskopisch unter Kamerakontrolle über 2-3cm kurze Minischnitte. Die Patienten haben damit eine kürzere Rekonvaleszenzzeit

Thorakoskopie – Brusthöhlenspiegelung
Die Brusthöhlenspiegelung wird ähnlich der Laparoskopie entweder am sedierten stehenden Pferd oder in Vollnarkose durchgeführt und kann z.B. bei der Behandlung von Brustfellentzündungen schonend eingesetzt werden.